Gestaltung mit Stein: Gabionen-Füllung in vielen Formen und Farben

 

 Schon allein die Entscheidung für eine bestimmte Füllung der Gabionen ist ein gestalterisches Statement, das man sich gut überlegen sollte. Die kreativen Möglichkeiten sind groß und reichen von häufig gewählten Füllungen aus Bruchsteinen bis zu originellen Materialien wie Zierkies, Klinkern und Glas, die die Gabionen-Installation zum echten Hingucker machen.

Ganz klassisch bieten sich für die Füllung zunächst Natursteine (Bruchsteine) in verschiedenen Größen und Farben an.  Granit, Kalkstein,  Sandstein in Farbtönen von fast Weiß über verschiedene Grau- und Anthratzit-Töne bis nahezu schwarz, sowie rötliche, beige und bräunliche Steine sind erhältlich, einfarbig, aber  gelegentlich auch hübsch marmoriert.

 

Basalt Bruchsteine

 

Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass das Füllmaterial etwas größer ist als die Maschen des Drahtgitters, damit die Gabione stabil bleibt und nichts heraus rieselt.

Gartengestalterisch besonders interessant ist die Möglichkeit, aus verschiedenfarbigen Steinen Muster zu erzeugen, die eine Gabionenwand zu etwas ganz Besonderem macht. Auch die Kombination mit Glassteinen ist denkbar, sowie die Integration einer LED-Beleuchtung, die die Wand oder Säule zum abendlichen Beleuchtungskörper umfunktioniert.

 

Gabionen-Wände als Sichtschutz, Begrenzung und Stützmauer

Die Verwendung von Gabionen als Sichtschutz und Begrenzung von Sitzplätzen und Terrassen ist vermutlich die bekannteste Form der Nutzung in privaten Gärten. Eine Gabionenwand hält Blicke und Geräusche weit besser ab als eine Hecke oder Kletterpflanzen – und das vom Start weg und nicht erst nach Jahren der Entwicklung.

Wer etwa eine Gartensauna betreibt, braucht den Sichtschutz sofort und sorgt mit einer schmalen Wand aus Gabionen dafür, dass kein Nachbar sich gestört fühlt. Auch wer im Garten noch keine „lauschige Sitzecke“ hat, kann Gabionenwände stellen und spart sich so die klassische Gartenmauer oder das pflegerisch aufwändige Rankgitter.

 

Gabionen Sichtschutz

 

Auch als halbhohe Balustraden eignen sich Gabionen, die man durch Einbringung von geeignetem Substrat auch attraktiv bepflanzen kann.

Nicht nur gestalterisch interessant sind Gabionen, wenn etwa ein Gartenhaus in Hanglage geplant ist oder Wege mit einiger Steigung abgestützt werden müssen. Ordentlich fundamentiert und passend dimensioniert stützen die steingefüllten Gitterkörbe alles ab, was der Stütze bedarf – und sehen dabei noch gut aus, setzen farbliche Akzente und bedürfen keiner weiteren Pflege.

 

Gabionen als Gartenmöbel

 

Was geeignet ist, als Wand zu dienen, kann genauso gut auch Tisch, Hocker und Sitzbank sein. Es wundert nicht, dass findige Gartenfreunde die Gabionen mittlerweile auch als Gartenmöbel nutzen.

Gartenbänke und Tische herzustellen ist nicht sehr kompliziert und erfordert lediglich robuste und Freiland-geeignete Tisch- und Sitzplatten, die auf den als Standfuß dienenden Gitterkörben befestigt werden. Da es hier verstärkt auf die Standfestigkeit ankommt, sollte man – je nach Größe des „Möbels“ - auf  ausreichende Fundamentierung achten. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann auch zusätzliche Stützen in die Mitte der Gabionen einzementieren.

 

Gärtnerische Nutzungen der Gabionen

 

Neben den möblierenden Nutzungen bieten sich für den Garten auch gärtnerische Nutzungen der vielseitigen Gabionen an. Oft ist so ein Gartengrundstück, insbesondere wenn es Teil einer Kleingartenanlage ist, ja weitgehend flach. Attraktive Strukturen muss man hier selber schaffen, will man nicht nur ebenerdige Beete für Nutz- und Zierpflanzen pflegen.

 

Zu diesem Zweck gibt es klassische Garten-Elemente, die sich auch sehr gut aus und mit Gabionen gestalten lassen:

 

  • ·Rosenbogen:  zwei quadratische oder runde Gabionen eignen sich gut als Standfüße für das beliebte, hölzerne Rankgestell. Evtl. kann man in die Standfüße LED-Beleuchtung integrieren, die die rankenden Rosen auch während abendlicher Gartenpartys ins rechte Licht rücken.
  • ·Hochbeete:  Quadratische und rechteckige Hochbeete lassen sich gut mit Gabionen in Standard-Größe anlegen, doch gibt es das „Hochbeet-Format“ auch vorgefertigt in vielen Größen. Rundliche Formen kann man sich individuell fertigen lassen. Grundsätzlich kommen fürs Hochbeet zwei Bauvarianten in Betracht: Zum einen kann man schmale, steingefüllte Gabionen als Wände für Hochbeete nutzen. Die Steine dienen so den Pflanzen als zusätzlicher Wärmespeicher, doch kostet die Füllung natürlich auch Geld. Die zweite Version nutzt den Gitterkorb selbst als Pflanzkasten. Damit das Substrat nicht heraus rieselt, werden die Gitter mit Kokosmatten hinterlegt und dann der ganze Korb mit Erde befüllt.
  • ·Kräuterspirale: auch diese beliebte Sonderform eines Hochbeets lässt sich mittels runder Gabionen sehr gut gestalten. Kleine Varianten sind als Fertigbausatz erhältlich. Gabionen für größere Rondells lässt man sich günstig anfertigen. 
  • ·Steingarten: Füllt man neben den Steinen auch ein mageres Erdsubstrat in die Gabione, kann man sie sowohl oben als auch an den Seiten mit Steingarten-Pflanzen bepflanzen. Diese Variante passt besonders gut zu naturnahen Gärten, egal welche Form man dem „Steingarten“ gibt. 
  • ·Pflanzsäule, Pflanzkübel: Runde oder eckige Gabionen sind als Pflanzsäulen und Kübel vorgefertigt erhältlich. Von der Machart her handelt es sich um Hochbeete im Kleinformat, gelegentlich finden sich auch kugelige Formen.

 

Pflanzsäule

 

Gabionen als Grill und Kamin

 

Ein Grill gehört mittlerweile faktisch zur Grundausstattung eines Gartens oder Freizeit-Grundstücks. Erst ist es eine transportable Version, doch sobald klar wird, dass die Grill-Events häufiger stattfinden und regelmäßig mehr als zwei, drei Menschen teilnehmen, lohnt sich eine stationäre Grill-Anlage.

Gabionen-Kamine, die man in vielen Versionen auch als Grill benutzen kann, sind in diesem Sektor eine moderne und interessante Alternative zu den bekannten Geräten. Sie sind mit und ohne Rückwand erhältlich, womit die Stellmöglichkeiten der Multifunktionsgeräte vielfältig sind. Sie können einzeln gestellt werden, aber auch  in ein Gabionen-Ensemble integriert werden. Eine Trenn- oder Windschutzwand wird so gewaltig aufgewertet!

Es ist sogar möglich,  einen Gabionen-Kamin in die Wand eines Gartenhauses einzubauen  und so des Abends gemütliches Kaminfeuer zu genießen. (geeignete Modelle mit integrierter Terrasse finden sich z.B. bei der Gartenhaus GmbH.

 Gabionen als Kamin

Die Kaminversion ohne Rückwand nennt man auch „Durchsicht-Kamin“. Ihr offener Brennraum ermöglicht es, das Kaminfeuer von zwei Seiten zu genießen, bzw. den Grill von beiden Seiten zu bedienen.  Ein Windfang zum Schließen einer Seite bei zu viel Windaufkommen ist als Zubehör erhältlich.

Infos finden sich bei www.gabinova.de/gartenkamine.